Streik bei Riva/H.E.S. in Trier und Horath – Unterstützung und Solidarität aus Brandenburg und ganz Deutschland

Streik bei Riva/H.E.S. in Trier und Horath

Unterstützung und Solidarität aus Brandenburg und ganz Deutschland

Große Solidarität von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus der Region und ganz Deutschland sowie aus Politik und Gesellschaft – die Unterstützung für die Streikenden an den Riva-Standorten in Horath und Trier wird immer größer und sichtbarer. Zu der Solidaritätskundgebung in Trier am Freitag, 16. August, war auch eine Delegation von Beschäftigten bei Riva/B.E.S. aus Brandenburg den weiten Weg angereist. Der Streik geht mittlerweile in die elfte Woche.

„Wir werden die Kolleginnen und Kollegen in Trier und Horath weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen und ihnen solidarisch zur Seite stehen“, sagte Stefanie Jahn, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Oranienburg und Potsdam. „Es ist unfassbar, dass die Pfälzer weiter wie ungeliebte Stiefkinder behandelt werden“, so Jahn. „Wir fordern endlich den Abschluss eines Tarifvertrages auch für die westdeutschen Riva-Standorte.“ Das Angebot der IG Metall eines Schlichtungsverfahrens hat die Riva-Geschäftsführung kürzlich abgelehnt. Dazu die Brandenburger Metallerin Stefanie Jahn: „Eine Schlichtung ist zu diesem Zeitpunkt das Mindeste, was wir von einer verantwortungsvollen Geschäftsführung erwarten.“ Sie warnt die Geschäftsführung, dass vorher auch „am Standort in Brandenburg keine Ruhe einkehren“ werde und stellt klar: „Ein Konzern – eine Familie – eine Tarifbindung!“

Die Streikenden werden auch aus der Politik unterstützt. Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sagte bei der Kundgebung: „Die Landesregierung und ich als Arbeitsministerin sind so lange solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen, wie es das braucht.“

Der IG Metall-Verhandlungsführer Uwe Zabel sendete ein klares Signal Richtung Arbeitgeber: „Der Streik geht unvermindert weiter. Wir stehen jederzeit – Tag und Nacht – für Tarifverhandlungen zur Verfügung.“

Ziel des Arbeitskampfes an den Riva-Standorten in Trier und Horath ist die Anerkennung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie Rheinland-Rheinhessen. Während in beiden Brandenburger Riva-Stahlwerken in Hennigsdorf und Brandenburg die Tarifverträge der Stahlindustrie Ost gelten, gibt in Trier und Horath keine Tarifbindung: Die Löhne und Gehälter liegen hier 20 bis 30 Prozent unter dem Niveau der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie.

1 Kommentar
  1. Wir waren auch vor der Porta. Es ist toll, wieviele Gewerkschaftskollegen vor Ort waren. Haltet durch!!!

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