Gemeinsame Erklärung der Streikenden: Danke IG Metall – Danke RIVA für nix

Gemeinsame Erklärung

Danke IG Metall – Danke RIVA für nix

Wir haben im November 2018 gemeinsam unsere Tarifforderung überreicht, bis zum arbeitgeberseitigen Abbruch verhandelt und 5 Monate im Vollstreik für unser Ziel Tarifvertrag gekämpft. Es waren anstrengende, aber auch spannende und erfahrungsreiche Monate. Wir haben die Arbeit wieder aufgenommen, um ein Zeichen der Deeskalation zu setzen.

Wir haben damit der Geschäftsführung die Möglichkeit gegeben, selbst einen Lösungsweg zu beschreiten. Doch der RIVA Konzern verweigert nach wie vor den Abschluss eines Tarifvertrages, trotz Bemühungen von IG Metall und Betriebsräten, sogar unter Zurückstellung jeglicher Interessen. Das Verhalten der Geschäftsführung gefährdet die Standorte in Trier und Horath.  Wir sehen, dass unsere Bemühungen erfolglos blieben, doch unser Ziel bleibt die Tarifbindung. Die Verantwortung liegt einzig und allein bei der Geschäftsführung einen Tarifvertrag abzuschließen und die Arbeitsplätze in Trier und Horath nicht weiter zu gefährden.

Auf Grund der aktuellen Situation bitten wir die Bezirksleitung Mitte und den Vorstand der IG Metall den Streik unbefristet auszusetzen. Wir werden damit unserer Verantwortung zur Erhalt der Standorte gerecht und machen deutlich, dass wir unser Ziel als gerecht und richtig empfinden und nicht aus dem Auge verlieren.

Wir möchten zum Schluss Allen, die uns ihre Solidarität geschenkt hatten und für uns erlebbar machten, egal ob sie mit uns bei den Aktionen standen oder für uns und unsere Familien spendeten, ganz herzlich danken.

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Zum Zeitungsbericht im Trierer Volksfreund  

8 Kommentare
  1. Ich vermisse in der sogenannten gemeinsamen Erklärung das Eingeständnis der IG Metall, bei den Verhandlungen grundlegende Fehler gemacht zu haben. Ich finde bei diversen Schuldzuweisungen an die Gegenpartei sollte dieses Eingeständnis dazugehören. Oder ist es jetzt nicht mehr wahr das die Verhandlungspartner des Unternehmens durch den Streikführer der IG Metall beleidigt und verunglimpft wurde.
    Ich hoffe das die Gewerkschaft soviel Mut hat dieses auch einzugestehen.

  2. Riva hat sich doch nicht bewegt, weil der Verhandlungsführer der IG Metall einen Vertreter von Riva „beleidigt und verunglimpft“ hat. Das Problem ist doch ein ganz anderes: wie kann eine kleine Belegschaft von 130 Kolleginnen und Kollegen einen Konzern wie Riva in die Knie zwingen? Ich halte das für sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Die IG Metall hat zwar, richtigerweise zu Spenden in anderen Betrieben aufgerufen, die Streikenden haben sehr viel Unterstützung durch Soli-Erklärungen usw. bekommen. Objektiv notwendig wäre eine Ausweitung der Streikmaßnahmen auf andere Betriebe des Riva-Konzerns und Solidaritätsstreiks anderer Betriebe gewesen. Genau hier liegt der Hase im Pfeffer: das durch Gerichtsbeschlüsse auf Tariffragen kastrierte Streikrecht in Deutschland! Deshalb ist es unverständlich, dass regelmäßig die Anträge an den Gewerkschaftstag für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht abgelehnt werden. Ich habe die Hoffnung nciht aufgegeben, dass sich das mal ändert!

  3. Wie kann eine Belegschaft die 2016 erst aus der Insolvenz geholt wurde überhaupt solch Ansprüche stellen!!

    • Nix verstanden aber seine Meinung sagen wollen.
      Am besten schön unten bleiben und weiter zu machen und deren Taschen füllen. Wie bei Sotralentz…
      Wie kann man sich nur erheben und doch tatsächlich nach acht Jahren nach mehr Gerechtigkeit und Geld fragen…. Unverschämtheit!

      Da fällt mir nichts mehr zu ein😔

  4. Die Belegschaft kann NICHTS dafür, hier stellt sich lediglich die Frage was der, die Verhandlungsführer auf dem Kasten haben! Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte man was erreichen können. Wie bei jeder Verhandlung muss man Kompromissbereit sein. Wenn ich von 70% auf 100% (Tarif) kommen will, geht das nicht von jetzt auf gleich, da kann ich Riva verstehen! Bei dem Streik ging es auch nicht um die Kolleginnen und Kollegen, sondern nur um zu zeigen das die IGM „Muskeln“ hat und Instrumentalisierte die Mitarbeiter für ihr vorhaben.
    Und jetzt wo alles verloren ist gibt es noch keiner zu. Größe und Stärke zeichnet sich dadurch aus, dass wenn man ein Fehler gemacht hat dazu steht und sich bei den Kolleginnen und Kollegen entschuldigt was man „Verbockt“ hat.
    Was ich auch nicht verstehe, ist die fehlende Transparenz des Soli Konto! Was wurde gespendet, was wurde in welcher höhe ausgezahlt, ist das Konto auf null? Ich werde mit Sicherheit NICHTS mehr Spenden.

  5. Angefangen hat doch eigentlich alles 2003 mit der Übernahme durch Sotralentz.Zuerst mal die Löhne gekürzt und anschließend 14 Jahre kaum eine nennenswerte Lohnerhöhung.(etwa 2,5% in 14 Jahren!!!!!)Wären die Löhne die ganzen Jahre stetig gestiegen, wie sonstwo üblich,wäre der ganze Streik hinfällig gewesen.Dann wäre man längst da wo man hin will.Das Traurige dabei ist noch,dass Mitverantwortliche von damals immer noch auf ihren gut bezahlten Posten sitzen und die Hände in Unschuld waschen.

  6. Die Antwort von RIVA spürt man bereits!
    Es wird gnadenlos aussortiert und nichts ersetzt.
    Zeitverträge werden ersatzlos auslaufen gelassen, selbst vor Azubis wird nicht mehr halt gemacht!!
    Eine soziale Verantwortung hat RIVA ja nicht, das sieht man jetzt.
    Der Ehrenkodex wurde bestimmt irgendwo raus kopiert.
    Nach außen glänzen und innerlich verfaulen.
    Ausbeuten und Schluss. Das ist RIVA…
    Ich denke, dass dieser Standort, Horath und auch Trier zum Abschuss frei gegeben ist solange bis der letzte Streiker weg ist.
    Welch eine Schande…..

    So ist das eben, wenn Geld keine Rolle spielt….

    Ich hoffe nur, dass die Verantwortlichen das bekommen was ihnen auf dem Rücken der anderen zusteht!!!!!

  7. Und wo ist die Gewerkschaft jetzt,warum steht Sie nicht hinter den Kollegen?????????

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